torn between this life I lead & where I stand

  Startseite
    Achtung!
    Ana & Ich
    Seelenspiegel
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


Webnews



http://myblog.de/kittyana

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ana & Ich

Hassliebe

vor dem Spiegel

Verliererin? Siegerin?

nichts von beidem

der Kampf dauert noch immer an

Verzweiflung. Tränen. Ein Meer davon.

Schwäche.

Bin ich schwach weil ich von ihr weg will?

Oder hat sie mich schwach gemacht?

Ich will und kann nicht mehr kämpfen.

Aber ich muss.

Fühle mich völlig zerrissen und verloren.

Am liebsten würde ich um Hilfe schreien

oder mal wieder weglaufen.

Aber ich darf nicht

denn ich will leben!

 

 

30.3.07 18:48


a girl named Ana

Ich bin jetzt mitte 20. Und Ana begleitet mich jetzt schon mein halbes Leben. Doch Ana ist keine gute Freundin aus Schulzeiten. Ana ist eine Krankheit. Anorexia Nervosa. Magersucht. Und ich versuche, sie aus meinem Leben zu verbannen.

Ich kenne viele Menschen, die der Ansicht sind, dass wäre ganz einfach. Zunehmen ist ja nicht schwer. Man muss ja nur mehr essen. Dann klappt das schon.

Leider ist dem nicht so. Denn obwohl ich weiß, dass die zahlen auf der Waage eine eindeutige Sprache sprechen und ich oft Komplimente dafür bekomme, dass ich so schön schlank bin, genauso oft allerdings höre, dass ich zu dünn sei, fühle ich mich fett und hässlich.

Mein BMI beträgt momentan 16,4. Damit bin ich aus medizinischer Sicht untergewichtig. Noch Immer. Aber es war alles schon viel schlimmer. Zunehmen möchte ich nicht, eigentlich möchte ich sogar wieder anbnehmen. zumindest wenn ich auf der Waage stehe, mich im Spiegel betrachte und mir meine Selbstwernehmung mal wieder Streiche spielt. Aber ich werde nicht wieder abnehmen. Mein Körper ist bereits kaputt genug, meine Seele auch. Ich will mir nicht noch einmal selbst Jahre meines Lebens nehmen, nicht wieder m eine ganze Zukunft in Gefahr bringen.

Mittlerweile kann ich von mir selbst behaupten, nicht mehr magersüchtig zu sein, essgestört bin ich aber alle Male. Und lustig ist das alles nicht.

Es ist nicht lustig mindestens 10 mal pro Tag auf die Waage zu steigen und sich bei 100g mehr wie eine Versagerin zu fühlen obwohl man eigentlich weiß, dass man stolz auf sich sein kann. Es ist nicht lustig so lange zu hungern bis der Bauch schmerzt, der Kreislauf verrückt spielt und man sich kaum noch konzentrieren kann. Es ist nicht schön wenn man im Supermarkt alle Kalorienangaben genau studiert oder noch schlimmer von den meisten Produkten sowieso auswendig kennt. Es macht keinen Spaß sich bei jedem Bissen zu fühlen wie ein Versager. Doch am allerschlimmsten ist das Lügen. Ana bringt einen dazu jeden aber auch absolut jeden Menschen um sich herum zu belügen. Die Lügen werden immer größer und ausgefeilter. Die Distanz zwischen sich und der Umwelt wächst. Nach und nach verliert man alle oder fast alle sozialen Kontakte und hat nur noch sich und die Krankheit. Denn egal wie sehr Freunde, Partner, und Familie versuchen zu helfen, irgendwann können die auch nicht mehr und geben auf. Und irgendwann erkennt man, das man diesen Menschen genausogroßes oder größeres leid zugefügt hat als sich selbst.

Ist das wirklich so erstrebenswert?

30.3.07 18:36





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung